Rezepte

  • Polpette

    In Italien sind die Essensgewohnheiten ein wenig anders als in Deutschland. Die einzelnen Komponenten kommen nicht zusammen auf den Teller, sondern werden nacheinander gegessen. Zuerst isst man die Pasta, oft mit Tomatensauce, und erst dann das Fleisch, den Fisch oder das Gemüse mit Brot. Bei dem Brot handelt es sich um Stangenweißbrot, das meist täglich frisch beim Bäcker geholt wird. Oft wird diese verantwortungsvolle Tätigkeit den Männern übertragen und sehr ernst genommen. Es ist keine Seltenheit, dass Kunde und Bäcker 10 Minuten lang die einzelnen Brote begutachten und über den richtigen Bräunungsgrad philosophieren. Wenn man sich nicht unbeliebt machen will, wartet man geduldig. Natürlich war das auch in meiner Kindheit so und aus den Brotresten machte meine mamma polpette, eine Köstlichkeit, die bei 6 Kindern ruckzuck verputzt war.

    Hier die „eingebayrischte“ Form. Ein hervorragendes Rezept zur Brotverwertung. Man kann die Brotpflanzerl entweder pur, mit Salat oder mit Tomatensauce essen.

    Man braucht:

    • 5 alte Semmeln (oder anderes altes Brot, auch Bauernbrot)
    • 1 Tasse Milch
    • 2 Eier
    • 2 Zwiebeln, Knoblauch
    • Salz, Pfeffer oder Peperoncino
    • einige Essiggurken oder Oregano und Rosmarin

    Und so geht´s:

    Brot würfeln oder in Scheiben schneiden, mit warmer Milch übergießen, dann stehen lassen, damit das Brot die Flüssigkeit aufsaugen kann.

    Inzwischen Zwiebeln und Knoblauch glasig andünsten, Petersilie kleinschneiden und zur Semmelmasse geben.

    Die Eier hinzufügen und mit 1/2 Teelöffel Salz und Pfeffer würzen.

    Wenn die Polpette zum Salat oder einfach als Brotzeit gegessen werden, einige Essiggurken kleinschneiden und hinzufügen, wenn die Polpette in die Tomatensauce kommen, mit Rosmarin und Oregano würzen.

    Teig kräftig durchkneten, danach wie Fleischpflanzerl formen und in Öl ausbacken.

    Guten Appetit!!!


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